Verhütung nach der Schwangerschaft
Verhütungsmittel Stillen
Der Saugreiz des Kindes führt im Gehirn (Hypothalamus) zur Ausschüttung des Milchbildungshormons Prolaktin. Je höher seine Konzentration im Blut ist, desto eher werden der Eisprung und die Blutung unterdrückt. Prolaktin ist ein natürliches Verhütungsmittel. Stillpausen jedoch führen zum Eisprung. Wird mehr als vier Stunden hintereinander nicht gestillt, so kann der Prolaktinspiegel im Blut soweit abfallen, dass es zum Eisprung kommen kann. Der natürliche Verhütungsmechanismus funktioniert also nicht hundertprozentig! Auch eine voll stillende Mutter muss daher an Verhütung denken.Weitere Verhütungsmethoden
Ideale Verhütungsmittel in der Stillzeit sind nicht-hormonelle Barriere-Methoden. Darunter versteht man beispielsweiseHormonelle Verhütungsmittel - wie die Pille - sind für stillende Mütter nicht empfehlenswert, weil die enthaltenen Östrogene den Milchfluss hemmen. Eine Ausnahme stellt die Minipille dar, weil sie nur Gestagene enthält. Sie muss allerdings sehr exakt genommen werden.
Weitere Gestagenpräparate, wie die Dreimonatsspritze, die Hormonspirale oder implantierbare Gestagenspender, sind ebenfalls geeignet. Wird nur teilweise gestillt und tritt die Regelblutung schon wieder regelmäßig auf, ist auch eine Mikropille mit niedrigem Östrogengehalt möglich. Am besten besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Gynäkologen die für Sie am besten geeignete Verhütungsmethode. Eine gute Gelegenheit dazu ist die Abschlussuntersuchung, die Sie 6 bis 8 Wochen nach der Geburt wahrnehmen sollten.
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